Welche Vorteile bietet der Adapplicator?
Durch die Umgehung des Magen-Darm-Traktes mittels mucodermaler Darreichungsform wird der Arzneistoff nicht dem schädigenden sauren Milieu des Magens und den Enzymen. unterworfen (gastrointestinaler Abbau). Die Darreichungsform ist unabhängig von physiologischen Faktoren wie Magen-Darm-Passagezeit , Durchmischung mit Speisebrei und Art der Nahrung. Der First-pass-Effekt in der Leber wird vermieden und der Wirkstoff unterliegt nicht sofort dem metabolischer Abbau. Der Adapplicator eignet sich idealerweise bei Vomitus, Schluckbeschwerden und pathologischen Veränderungen des Dünndarms( z.B. Malabsorption). Bei exakter Anwendung kann die Kontaktzeit mit der Schleimhaut willkürlich beeinflusst werden und die Dosierungsgenauigkeit verbessert werden , da ein Abschlucken eines Teil der Dosis mit dem Speichel verhindert wird. Im Vergleich zu Tropfen und Lutschtabletten zeigen die Parenteralia nach mucodermaler Darreichung in der Praxis selten Geschmacksprobleme. Parenteralia enthalten in der Regel kein Alkohol (Alkoholproblem) und wesentlich weniger Konservierungsstoffe (allergisches Potential) im Vergleich zu den üblichen Darreichungsformen .
Im Gegensatz zur intramuskulären, intracutanen und intravenösen Injektion bestehen bei der mucodermalen Applikation die Risiken der Gefäßverletzung und der virale oder mikrobiellen Infektion nicht. Das System ist schnell verfügbar und der Applikationsort ist leicht zugänglich.
- Kontaktfreie Anwendung und damit keine Injektionsgefahr (AIDS, Hepatitis). Kein Verletzungspotential wie bei Injektion
- Einsetzbar unter widrigen Umständen in Beruf und Sport zu Land, Wasser und Luft (z.B. hoher Seegang )
- Absorption durch reich durchblutete Schleimhaut
- Wirkstoffe werden der enzymatischen Verdauung entzogen
- Rascher Wirkungseintritt
- Unabhängigkeit von Interaktionen im Verdauungstrakt, wie z.B. Malabsorption, Maldigestion
- Der first-pass-Effect in der Leber wird vermieden - metabolischer Abbau
- Patienten mit Spritzenangst, schlechten Venenverhältnissen, unruhige Patienten und Notfallpatienten können mit Ampullenware behandelt werden. Ein Ausweichen auf die orale Medikation ist nicht notwendig
- Therapeutische Wirkstoffkonzenrationen können je nach Arzneistoff rascher und effektiver erreicht werden als über die gastrointestinale Absorption
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Weiterführende Literatur
- Mukodermale Applikation mit dem Adapplicator
- Vereinfachte parenterale Applikation von Mineralstoffen und Spurenelementen mittels A.D.A.-System
- Verbesserte systemische Verfügbarkeit von Homöopathika und Phytotherapeutika
- Das Adapplicator-System als neue Darreichungsform